Fünf Tage Tennis auf internationalem Niveau
Beim MT200 des STC Schwäbisch Hall kämpfen Spieler aus mehreren Nationen um Titel und ITF-Punkte

Internationales Flair auf den Sandplätzen des STC Schwäbisch Hall: Beim diesjährigen MT200 Schwäbisch Hall der ITF Masters Tour trafen vom 23. bis 27. September Tennisspieler verschiedener Altersklassen aufeinander. Vom Herren-30-Feld bis zur Konkurrenz der Herren 75 wurde um Siege, ITF-Punkte und die begehrten Titel gespielt.
Die fünf Turniertage boten dabei eine Mischung aus routiniertem Masters-Tennis, engen Begegnungen und teilweise überraschend deutlichen Ergebnissen. Gerade die älteren Altersklassen machten deutlich, dass Wettkampftennis auch jenseits der 60, 70 oder 75 keineswegs an Spannung verliert.
Rieger holt den Titel bei den Herren 75
Eine der ersten Entscheidungen fiel bei den Herren 75. Wilhelm Rieger, an Position eins gesetzt, setzte sich im Halbfinale gegen Kurt Schur mit 6:4, 6:1 durch. Im zweiten Halbfinale bezwang Franz Winter Siegfried Hein mit 3:6, 2:6. Im Endspiel behielt Rieger dann deutlich die Oberhand: Gegen Franz Winter gewann er mit 6:1, 6:3 und sicherte sich damit den Turniersieg.
Auch in der Herren-70-Konkurrenz wurde hochklassiges und teilweise äußerst enges Tennis geboten. Michael Zauner und Hermann Kapfer erreichten das Finale. Zauner hatte zuvor unter anderem Ulrich Josef Felber und Roland Loercher ausgeschaltet, Kapfer setzte sich gegen Rolf Ebinger und anschließend gegen den an Position zwei gesetzten Detlef Monzheimer durch. Im Endspiel ließ Kapfer seinem Gegner dann keine Chance und gewann mit 6:0, 6:3.
Grund entscheidet Herren 65 für sich
Bei den Herren 65 führte der Weg von Uwe Grund über das Halbfinale ins Endspiel. Nachdem Helmut Marzluf im Halbfinale nicht antreten konnte, traf Grund im Finale auf Michael Rupp. Der Endspielsieg fiel mit 6:3, 6:4 zugunsten von Grund aus. Rupp hatte zuvor Gerd Riehm mit 6:0, 6:1 bezwungen.

Besonders international besetzt war das Feld der Herren 60. Mit Massimo Pennesi aus Italien und Joaquin Boker aus Mexiko waren auch Spieler aus dem Ausland am Start. Pennesi erreichte das Halbfinale, musste sich dort allerdings Tilman Potrafke nach drei Sätzen und Match-Tiebreak mit 2:6, 6:2, 6:10 geschlagen geben. Im zweiten Halbfinale setzte sich Carsten Volle gegen den topgesetzten Martin Rüdele mit 7:5, 6:1 durch. Das Finale zwischen Volle und Potrafke wurde schließlich nach 2 engen Sätzen entschieden: Potrafke gewann 6:1, 6:4.
Weinzierl dominiert bei den Herren 55
Für einen besonders deutlichen Abschluss sorgte Ralf Weinzierl in der Herren-55-Konkurrenz. Der an Position zwei gesetzte Weinzierl gewann zunächst gegen Rolf Haimayer kampflos und setzte sich anschließend gegen Carsten Dolzer mit 6:1, 6:3 durch. Im Finale wartete mit Ralf Breyer der topgesetzte Spieler. Auch dort ließ Weinzierl kaum Zweifel aufkommen. Mit 6:0, 6:2 entschied er das Endspiel klar für sich und krönte damit seine Turnierwoche in Schwäbisch Hall. Breyer blieb der zweite Platz. In der Konkurrenz waren außerdem unter anderem Sascha Bartz und Jochen Ansmann vertreten.

Spannendes Finale im Herren-70-Doppel
Auch die Doppelkonkurrenzen sorgten für sehenswerte Begegnungen. Im Herren-70-Doppel standen sich im Finale Rolf Ebinger/Helmut Sigg, beide vom STC Schwäbisch Hall, und Detlef Monzheimer/Hermann Olschewski gegenüber. Nach verlorenem ersten Satz mit 3:6 drehten Ebinger und Sigg die Partie im zweiten Satz mit 6:3, konnten sich allerdings im Match-Tie-Break mit 7:10 nicht durchsetzen.
Auch bei den Herren 50 und Herren 30 wurde bis zum letzten Turniertag gespielt. Im Herren-50-Feld standen unter anderem der Peruaner Jaime Raul Ulloa Vara und mehrere deutsche Spieler im Wettbewerb. Bei den Herren 30 sorgte der Inder Aditya Bhave für internationales Teilnehmerfeld; in der weiteren Turnierphase setzte sich Raffael Sochacki gegen Sven Wedig mit 6:0, 6:1 durch.

Erfolgreiche Turniertage für den STC
Mit dem MT200 präsentierte der STC Schwäbisch Hall erneut eine Veranstaltung, die den Tennissport über viele Altersklassen hinweg zusammenbrachte. Die ITF Masters Tour macht deutlich, dass leistungsorientiertes Tennis nicht an ein bestimmtes Alter gebunden ist. Auf den Plätzen in Schwäbisch Hall standen Spieler mit jahrzehntelanger Erfahrung ebenso im Mittelpunkt wie jüngere Masters-Akteure. Nach fünf Tagen mit zahlreichen Einzel- und Doppelpartien, internationalen Teilnehmern und spannenden Entscheidungen ging das Turnier am Sonntag zu Ende. Für den STC Schwäbisch Hall war es damit eine gelungene Bühne für den Tennissport in der Region und ein Turnier, das den internationalen Masters-Gedanken mit dem lokalen Vereinsleben verband.



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